"Aus vier mach eins"

Die Kirchengemeinden Erksdorf, Neustadt, Speckswinkel und Stadtallendorf auf dem Weg zur Bildung einer Gesamtgemeinde

Dass im Bereich unserer Kirchengemeinden Veränderungen im Gang sind, haben sicher viele schon wahrgenommen. Die Vorstände der Kirchengemeinden Erks-dorf, Neustadt, Speckswinkel und Stadtallendorf befinden sich in einem intensiven Gesprächs- und Diskussionsprozess, der letztendlich die Bildung einer Gesamtgemeinde zum Ziel hat.
Wir tragen damit der gesamtkirchlichen Lage Rechnung, die durch zurückgehende Gemeindegliederzahlen und damit verbunden geringer werdende Finanzmittel gekennzeichnet ist.
Im schlimmsten Fall ist zu befürchten, dass in Nord- und Mittelhessen in Folge des demografischen Wandels bis zum Jahre 2050 ein Bevölkerungsrückgang von annährend 50% zu verzeichnen sein wird.
Angesichts solcher Prognosen ist es nötig, die Kirche in unserer Region zukunftsfähig zu machen, und zwar zu einem Zeitpunkt, an dem wir noch nicht von oben (will heißen von der Landeskirche) oder außen dazu gezwungen werden, sondern in Eigeninitiative vieles selbst entscheiden können.


Die Bildung einer Gesamtgemeinde – also „Aus vier mach eins“ – erscheint uns das erfolgversprechendste Modell.
Gesamtgemeinde heißt: Unter einem gemeinsamen Dach und einem gemeinsamen Namen geleitet von einem gemeinsamen Kirchenvorstand, in dem alle bisher selbständigen Gemeinden gleichberechtigt vertreten sind, wird möglichst viel in Kooperation und gegenseitiger Abstimmung und Ergänzung getan (z.B. könnte es einen gemeinsamen Gottesdienstplan geben, eine gemeinsam verantwortete Ju-gendarbeit, eine Bündelung kirchenmusikalischer Angebote usw.).


Trotzdem wird jede Gemeinde ihre eigene Identität behalten, natürlich auch eine Pfarrerin oder einen Pfarrer als feste Bezugsperson und Ansprechpartner für Beerdigungen, Trauungen oder seelsorgliche Begleitung vor Ort haben.
Ein Gemeindeausschuss – vergleichbar den bisherigen Kirchenvorständen – wird die kirchliche Arbeit in den einzelnen Orten verantworten.
Wie das alles konkret aussehen kann, wird derzeit in verschiedenen Ausschüssen (für Finanzen und Strukturen, für Kooperationsprojekte und für Öffentlichkeitsar-beit) beraten und durchdacht. Ende Januar 2017 sollen diese Beratungen abgeschlossen sein und bei einem gemeinsamen Klausurtag aller Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher der beteiligten Gemeinden gebündelt werden.
Dann muss das Vorhaben im Laufe des Frühjahrs in den einzelnen Kirchenvorständen noch einmal ausführlich diskutiert und schließlich (hoffentlich) beschlossen werden.
Außerdem steht natürlich noch die Prüfung der entstehenden vertraglichen Regelungen durch die Gremien der Landeskirche an, die aber schon grundsätzlich grünes Licht für den geplanten Zusammenschluss gegeben hat.

Am 31. Oktober 2017, dem Reformationstag also, der im kommenden Jahr einmalig ein bundesweiter Feiertag sein wird, wollen wir die Vereinigung mit einem großen Fest begehen.
Bis dahin werden unsere Gemeindeglieder immer wieder über den Fortgang der Verhandlungen und Planungen informiert werden.